Ich habe soviele Schicksalsschläge in meinem Leben erfahren müssen, dass ich mich schon ab und zu frage, wie sie alle in meine Lebenszeit passen.

Ich erinnere mich noch, als meine Therapeutin zu mir sagte: „Ich würde es absolut verstehen, wenn du nicht nur eine Mauer um dich bauen würdest, sondern gleich einen Bunker. Einen Bunker, indem du dich verkriechst und nie wieder Menschen liebevoll begegnen kannst.“

Da gab es aber auch die Handvoll lieber Menschen, die mir immer wieder gezeigt haben, wie wichtig es ist, auf mich selbst zu achten. Meine neuen Wege navigierten, wenn ich sie gerade nicht sehen konnte.

Nun habe ich mich einmal dazu entschieden, mich hier genauso zu zeigen wie ich bin. Öffentlich – Ohne Schnörkel – verletzlich, mit einer Seele die nicht nur einmal zertrümmert wurde.

Für mich gilt: Gefühle sind nicht immer nur positiv oder negativ – es gibt Angenehme und Unangenehme…

Und deshalb ist Trauer und Wut, so wie ich sie erlebte, absolut keine Schwäche!

Wie kann denn Verletzlichkeit jemals eine Schwäche sein?

Aber, dennoch wird es sie immer wieder geben, diese Menschen, deren Zeigefinger solang wie ein U-Boot ist. Die, die immer wieder gern draufhalten und sagen: „Guckt mal, dass ist die Mutter, deren Töchter seit Jahren nicht mit ihr reden. Das ist die Frau und Omi, der der Umgang mit ihren Enkelkinder verwehrt wird. Das ist die Frau, die ziemlich laut und direkt ist. Die ungeschönt auf Missstände aufmerksam macht.“

Schon mehrfach habe ich zu allem Stellung bezogen und es ist einfach nur der dumme Versuch, Macht auszuüben, um weiterhin, nicht zuhören zu müssen. Zu verstehen und vielleicht, eine respektvolle Akzeptanz erreichen zu können. Dennoch dominiert mich diese Macht, schon ewige Zeiten nicht mehr.

Ja, es verletzt mich hin und wieder, mal mehr und mal weniger, aber es wird mir meine Stimme niemals nehmen.

Dieser stinkende Mob, die meinen urteilen zu können, vom Hören-Sagen, welche mich zu gern in der Öffentlichkeit zerreißen, spiegeln leider soviel von unserer Gesellschaft wieder.

Ich lasse mir von keinem Menschen mehr meine (Selbst-) Liebe nehmen — ich bin ein Mensch wie du, du und du. Ich bin hoch emphatisch, emotional und mit einem großem Herzen vom lieben Gott gesegnet worden. Von Niemandem lasse ich mir den Glauben an ein liebevolles Miteinander ausreden. Jeder Einzelne von uns ist ein kleiner Funken, aber mit tausend anderen Funken können wir ein Feuer entfachen, welches sich Verständnis,  Licht und Liebe nennt.

Egal wie groß der Struggle in meinem Leben war, egal wie man mich gedemütigt hat, der Prozess der Heilung war immer stärker als der Schmerz. Und er hat gewonnen! 🙏

Es tut mir mittlerweile leid, dass diesen toxischen Menschen niemand das Gefühl gegeben hat, liebenswert zu sein.

Diese bittere Pille müsst ihr auch weiterhin für euch alleine schlucken.

Persönlichkeitsentwicklung ist eben ein Prozess der nie wirklich endet. Und natürlich ist es auch nicht tragisch, für einen kurzen Moment in alte Muster zu verfallen. Denn jeder noch so kleine Schritt, ist einfach mal bewundernswert.

In einem der vorangegangen Blogs schrieb ich ja einige Sätze über ungefragte Meinungen. Heute möchte ich nochmal ergänzen.

Ungefragte Meinungen

Es wird sie immer wieder geben, Leute die dir ungefragt ihre Meinung, gespickt mit despektierlichen Kommentaren an den Kopf werfen. Die ihren geistigen Sondermüll in deinem Wohnzimmer entsorgen möchten.

Immer dann, denke ich: Würde ich die Person auch um Rat fragen: Sprich, wäre die Meinung dieser Person bei einer wichtigen Entscheidung relevant?

Meistens lautet die Antwort dann NEIN!

Wenn mir das Urteil  dieser Personen egal ist, warum sollte ich mich dann um deren blöde Bemerkung kümmern?

Also weg damit!

Wer mich ärgert, dass bestimme ich immer noch selbst…

Wenn du erkennst, dass dein Weg, den du gerade gehst, der Richtige ist, dann laufe los!

Du darfst ihn gehen, ob es deinem Gegenüber passt oder nicht!

Merke dir, du lieber Mensch:
Toxische Menschen trüben deine Intuition. Es ist wichtig zu erkennen, wer dich manipuliert, auf deinen Gefühle herum trampelt und du dich damit immer in eine Abhängigkeit katapultierst.

Ich hoffe sehr, ihr alle habt ein gut funktionierendes Filtersystem. Ihr bleibt immer hellhörig, aber auch hellfühlend.

Wenn ihr merkt, euer Umfeld ist von Menschen umgeben, die versuchen andere gegen dich aufzubringen, dann verlasse diese falsche Welt so schnell wie möglich. Wer Opfer spielt um Sympathie zu bekommen, ist ein Narr! Aber ein Gefährlicher!

Wer wie ich, durch die ultimative Eskalationsstufe gelaufen ist, wird wissen, dass alles vor dem ◇ABER◇, leeres Geschwätz ist. Vielleicht hast auch du, lieber Leser, mit diesem ◇Aber◇ Bekanntschaft gemacht. Dann stelle diese Menschen unbedingt in Frage. Du wirst sehen, oftmals tun sich tiefe Abgründe auf.

Jeder kann über dich reden, dich fallen lassen, auf dir herumtrampeln.

Aber deinen Wert, den kann und darf dir keiner nehmen. Deinen Wert bestimmst nur du!

Wenn Mister oder Misses Pöbel wieder einmal ein Auge auf dich geworfen haben, ihren geistigen Leerstand auf deine Kosten auffüllen müssen, dann darfst du davon ausgehen, dass der tägliche Gebrauch von Haarspray, auch bei ihnen, offensichtlich einen Dachschaden hinterlassen hat. 😉

Der Versuch von Jedem gemocht zu werden, ist ein Zeichen von Mittelmäßigkeit und das ist nun mal die kleine Schwester von Schlecht.

Wer aufgrund seiner subjektiven Wahrnehmung urteilt oder als kleiner Blindgänger alles glaubt, bleibt ein manipulativer Mensch und großer Deep.

Sollte man es sich nun dennoch wagen, seine eigene Wahrheit zu sprechen, wird sofort der Joker, der viel gepriesenen Opferrolle gezogen. Ich weiß auch hier, wovon ich schreibe!

Wahre Stärke braucht weder Macht noch Muskeln

Leider vergessen wir es viel zu oft, dass wir niemanden gefallen müssen, außer uns selbst!


Auch bin ich nicht abhängig davon, was du von mir hältst. Aus nur einem einzigen Grund: Weil ich gelernt habe mich selbst zu halten.


Loslassen, bedeutet nicht, zu versuchen deine Vergangenheit bis zur Unkenntlichkeit noch tiefer in dich hineinzustopfen.

Der Weg daraus, führt immer durch den Schmerz. Anstatt deine Emotionen wegzuschieben, gib ihnen die Erlaubnis zu wirken, denn nur so kannst du aus den Erfahrungen lernen und wachsen.

Anstatt dein Leben lang in einem verwundeten Zustand zu verweilen, wirst du weise im Umgang mit dir selbst.

Oliver Ribbet